Bochumer Orgelfestival zu Gast

Erlöserkirche Witten-Annen
Sonntag, 26. April 2026 / 18:00 Uhr

an der Führer-Orgel: Olimpio Medori (Florenz), Orgel

“Wege zu Bach”

Girolamo Frescobaldi (1583 - 1643)
· Toccata nona "Non senza fatiga si giunge al fine" (Secondo libro di Toccate, 1627)    
· Cento Partite sopra Passacagli (Secondo libro di Toccate, Aggiunta 1637)

Dieterich Buxtehude (1637 - 1707)
Ciacona BuxWV 159                                                                                                   

Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)
Concerto C-Dur BWV 594 (dal Concerto in Re Maggiore “Grosso Mogul” (RV 208) per Violino, Archi e Basso continuo di Antonio Vivaldi)

1. Senza indicazione di tempo
2. Recitativo, Adagio
3. Allegro

 

Olimpio Medori ist Organist und Cembalist und wurde an den Konservatorien von Perugia, Ferrara und Bologna ausgebildet. Er studierte Orgel bei Wijnand Van de Pol sowie Francesco Tasini und erhielt sein Orgeldiplom mit Auszeichnung mit einer Arbeit über Dieterich Buxtehude und die italienische Tastenmusiktradition. Ergänzend dazu studierte er Komposition bei Ivan Vandor und vertiefte seine Kenntnisse des Gregorianischen Chorals bei Alberto Turco in Cremona.
Seine musikalische Ausbildung wurde durch zahlreiche Meisterkurse bei international renommierten Künstlern wie Ton Koopman, Harald Vogel, Michael Radulescu, Michel Chapuis und Jesper B. Christensen bereichert. Er erhielt ein Stipendium der Institución Fernando el Católico in Saragossa für die Teilnahme an den Cursos de Música Antigua de Daroca bei José Luis González Uriol und an der Internationalen Sommerakademie für Organisten in Haarlem in der Klasse von Ewald Kooiman. Als leidenschaftlicher Verfechter historischer Aufführungspraxis widmet sich Medori insbesondere historischen Instrumenten und einem Repertoire, das von der Renaissance bis zum 20. Jahrhundert reicht. Seine umfangreiche Konzerttätigkeit führte ihn als Solist in viele europäische Länder, nach Russland und nach Südamerika. Er spielte auf bedeutenden historischen Orgeln, darunter Instrumente von Antegnati, Zeffirini, Riepp, Sánchez, Schnitger, Hildebrandt, Silbermann, Dom Bedos, Ladegast und vielen anderen.
Er ist regelmäßiger Gast bei wichtigen internationalen Festivals, etwa in Bordeaux, Freiberg, Leipzig, Danzig, Wrocław, Liège, Tallinn, Fürstenfeld, Salzburg, Hamburg und Sevilla.
Zu seinen künstlerischen Kooperationen zählen die Zusammenarbeit mit dem Orchestra da Camera Fiorentina, dem „Vincenzo Galilei“-Orchester der Scuola di Musica di Fiesole sowie mit dem Ensemble Musica Ricercata. Seine Rundfunk-, Fernseh- und CD-Einspielungen umfassen mehrere international beachtete Erstaufnahmen, darunter die Ricercar Tabulatura von J. U. Steigleder (Cornetto-Verlag, Stuttgart) und die Opera Quarta von A. B. della Ciaia (Tactus), beide von der Fachpresse hochgelobt.
Olimpio Medori ist künstlerischer Leiter des Toscana ORGAN Festival und beteiligt sich an der künstlerischen Leitung des Festivals I Mercoledì Musicali. Darüber hinaus widmet er sich der Erforschung und dem Bau historisch inspirierter Tasteninstrumente – Clavichorde, Cembali, Spinette und Portative.
Er ist Mitglied der diözesanen Orgelkommission von Prato und Organist emeritus der großen Michelangelo-Paoli–Giovanni-Tamburini-Orgel der Kirche San Filippo Neri in Florenz.